Farben unter die Lupe genommen

Farben unter die Lupe genommen

Heute möchte ich euch ein Werkzeug vorstellen, das immer wieder Spaß bringt – und zwar den Fadenzähler. Ein Fadenzähler ist eine Detaillupe mit einem klappbaren Gestell und einem festen Abstand zum Objekt. 

Wo findet ein Fadenzähler Verwendung?

Entwickelt wurde der Fadenzähler, um Stoffe zu überprüfen, genauer gesagt, die Anzahl der Schuss- und Kettfäden in einer bestimmten Fläche. Bei Teppichen kann damit die Anzahl der Knoten pro Fläche ermittelt werden.

Aber auch in der Druckbranche oder im Verlagswesen kommt der Fadenzähler zum Einsatz. Beispielsweise wird dieser oftmals genutzt zur Raster- und Passerkontrolle. Früher wurde er auch zur Kontrolle von Reinzeichnungen verwendet, die damals noch auf speziellem Karton mit Lineal und Tusche angefertigt wurden – eben noch richtige Handarbeit.

 Genauer betrachtet – der Vierfarbdruck

Auch wenn der Fadenzähler nicht mehr die Verwendung findet wie früher, macht es immer wieder Spaß sich Druckprodukte damit anzuschauen. Man kann wunderbar die einzelnen Druckpunkte bei einem Vierfarbdruck erkennen – also Cyan, Magenta, Yellow und Key (schwarz).

Schöne Ergänzungen – die Sonderfarben

Bei einer Sonderfarbe hingegen, z. B. dem Pantone-System sieht man keine Druckpunkte, da diese flächig gedruckt werden. Daher habe diese auch den Namen: Volltöne. Die Sonderfarben ergänzen den Vierfarbdruck-Farbraum wunderbar. 

Das System baut auf 14 Basisfarben auf, die in verschiedenen Farbanteilen miteinander gemischt alle weiteren dargestellten Farben des Systems ergeben. Das Schöne daran ist, dass die Farben immer gleich sind. Unternehmen verwenden häufig Sonderfarben um Ihrem Branding einen hohen Wiedererkennungswerts zu verleihen, da die Unternehmensfarben zuverlässig richtig und ohne Abweichungen gedruckt werden.

Druckt man hingegen ein Logo im Vierfarbdruck, auf unterschiedlichen Papieren und in verschiedenen Druckereien, kann es sein, dass das Logo Mal bläulicher, rötlicher, gelber oder schwärzer erscheint – mit Sonderfarben passiert einem dies nicht.

In meinem Beispiel wurden die Unternehmensfarben in Sonderfarben gedruckt – also das Blau und Grün. Dadurch sehen diese zum einen auch so schön leuchtend aus, generell werden für Verpackungen oftmals Sonderfarben verwendet. Ich habe Buchstaben des Schriftzugs im Detail aufgenommen. Hier ist der blaue Schatten der Schrift mit Sonderfarbe gedruckt, das Hintergrundblau ist im Vierfarbsatz gedruckt, daher sieht man hier die einzelnen Farbpunkte. Ich finde das immer wieder Spannend anzuschauen.  

Wie ist das bei euch? Nutz Ihr für euren Unternehmensauftritt Sonderfarben? 

War euch der Unterschied bekannt?

Bis demnächst und kreative Grüße, 

Miriam

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