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• 1. Mai 2016

3 Jahre FarbFaible – hast Du eine klare Unternehmensstrategie

FarbFaible wird 3 Jahre alt

3 Jahre Selbstständigkeit – ein kleines Resümee

Heute gibt es einen Grund zu feiern: FarbFaible feiert heute 3-jähriges Firmenbestehen. Drei Jahre voller Hochs, kurzen Tiefs, viel Arbeit, tolle Projekte, anstrengende Kunden – aber zu 95% klasse Kunden.

Deshalb gibt es jetzt ein kleines Resümee. Nachdem ich 2013 den Entschluss gefasst habe, mich selbstständig zu machen, habe ich den ersten Teil zum Thema Selbstständigkeit geschrieben. Jetzt – 3 Jahre später – möchte ich Euch ein Update geben, wie es mir so ergangen ist.

War die Entscheidung richtig?

Absolut, es war richtig – kann ich da nur sagen. Rückblickend betrachtet waren meine letzten 3 Jahre zwar mit richtig viel Arbeit versehen und Freizeit habe ich auch um einiges weniger als zu Festangestellten Zeiten aber ich habe eine viel größere Zufriedenheit. Aus diesem Grund bereue ich den Schritt absolut nicht. Ich habe viele tolle Projekte und arbeite sukzessive daran, wieder mehr Freizeit zu haben.

Ich sehe das als Lernprozess an – und gelernt habe ich in den letzten 3 Jahren wirklich viel. Wie man mit den Kunden kommuniziert, was bei der Firmenführung zu beachten gibt, Angebote schreiben und auch mal Nein sagen. Jedes Jahr lerne ich etwas dazu, und auch wenn es manchmal anstrengend ist, ist es doch schön, sich als Person weiterzuentwickeln. 

Und vor allem ging das nur aufgrund meiner Kunden und auch der Partner, die mich bei meinen Projekten unterstützen. Sei es bei der technischen Umsetzung einer Webseite, beim Fotografieren, Übersetzen, Korrekturlesen … egal welcher Bereich, ohne mein klasse Netzwerk, hätte das nicht so gut funktioniert. Daher danke an alle Kunden und Partner für die bisherigen 3 Jahre.

Ich möchte Euch nicht nur mit Dankesworten zuschütten, sondern auch noch ein paar Aspekten anbringen, ohne die ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr hier sitzen würde.

Wie schafft man es, Kunden zu akquirieren?

Es gibt viele Methoden oder Ansätze, um Kunden zu akquirieren. Mir ist es bei meinem eigenen Auftritt und auch bei dem meiner Kunden extrem wichtig, dass dieser auch zur jeweiligen Person und zum Unternehmen passt. Ich habe mich im ersten Jahr dafür entschieden, zum einen die klassischen Werbemittel zu nutzen: also Visitenkarten, Flyer und Webseite. Ebenso habe ich verschiedene Netzwerke und Stammtische besucht, um neue Unternehmer kennenzulernen und mich bekannter zu machen.

Wichtiger Bestandteil bei der Planung ist die Marketing-Strategie

Sobald man den Schritt der Existenzgründung wagt, sollte mach sich auch Gedanken machen zur Marketing-Strategie. Es gibt einige Fragen, die man sich mit der Gründungsentscheidung stellen sollte, die auch Bestandteil der Strategie sind.

Checkliste für Deine Marketing-Strategie:

Am Anfang ist es wichtig sich Gedanken zu machen und die Zielgruppe und der aktuellen Marktsituation zu analysieren. Ich unterstütze meine Kunden oft darin und zeigen ihnen Optimierungspotenzial im Unternehmens-Auftritt und der Kundenansprache auf. Deshalb ist mein Tipp für Dich, mach Dir im Vorfeld unbedingt Gedanken zu folgenden Aspekten.

Das Angebot

  • Was ist mein Alleinstellungsmerkmal?
  • Was ist mein Produkt oder meine Dienstleistung?
  • Wo biete ich dieses an? Regiomal oder überregional?
     

Der Preis

  • Was ist mein Preis/meine Preisstrategie?
  • Bei Proukdtionen: Wie hoch sind meine Produktioskosten?/Was ist mein Verkaufspreis?
  • Ist Budget für Marketing, Personal … im Preis miteinkalkuliert?
     

Der Vertrieb

  • Wo ist mein Zielgebiet?
  • Wer sind meine Kunden?
  • Wo finde ich diese Kunden?
  • Wie ist das Konsumverhalten bzw. wie ist der Bedarf meiner Zielgruppe?
  • Wie kann die Entwicklung der Branche aussehen?
  • Wo wähle ich meinen Standort?
  • Wo habe ich gute Chance, bin ich standortgebunden?
     

Das Marketing

  • Wer ist meine Konkurrenz – auf was muss ich mich einstellen?
  • Wie wird meine Zielgruppe auf mich aufmerksam?
  • Welche Medien setzte ich ein, um auf mich aufmerksam zu machen?
  • Was ist mein Werbemittelbudget?
  • Was ist meine Werbebotschaft?
  • Wie viele Kontakte erreiche ich durch den Werbeträger?

 

Sobald Deine Strategie und das Konzeot stehen, solltest Du Dich mit Deinem Corporate Design beschäftigen. Worauf es dabei ankommt und wie Du die für Dich passende Agentur oder Designer*in findest kannst Du in meinem Blogbericht „Ein professioneller Unternehmensauftritt ist auch für Existenzgründer extrem wichtig" ist nachlesen.

Mit der richtigen Strategie zum Unternehmensaufbau

Mit den richtigen Überlegungen im Vorfeld, fällt es viel leichter die eigene Marke zu definieren, den Außenauftritt zu gestalten und die Werbung zielgerichtet auf die Kunden bzw. die Zielgruppe abzustimmen. Daher kann ich nur jedem Existenzgründer aber auch bestehenden Unternehmern raten, sich ein einheitliches Erscheinungsbild konzipieren und gestalten zu lassen und dieses vor allem auch immer wieder zu überprüfen. Mit einem einprägsamen Namen, Logo und Corporate Identity legt man bereits die Grundsteine, um den optimalen Bezug zur Dienstleistung oder zum Produkt herzustellen. Schau Dir auch meine Tipps rund um das Coporate Design an.

Wechsle die Denkweise – versetze Dich in Deine Zielgruppe

Die schönste Werbung und beste Strategie bringt Dir nichts, wenn Du Deine Zielgruppe damit nicht erreicht. Egal welches Medium man entwickelt, es ist absolut wichtig, sich in die Zielgruppe zu versetzten. Dabei ist es egal, ob es sich um einen komplett neuen Unternehmensauftritt, einen neuen Flyer oder eine Webseite handelt. 

Deshalb ist der Part Strategie und Konzeption so wichtig, wenn neue Werbemittel entstehen. Zu Beginn eines Projekts versuche ich mit dem Kunden die Zielgruppe immer so klar wie möglich zu definieren. Stell Dir dazu doch einfach mal folgende Fragen:

  • Was ist für die Zielgruppe bei einem neuen Produkt oder einer Dienstleitung wichtig? 
  • Bei welcher Gelegenheit möchte man der Zielgruppe auffallen?
  • Wie möchtest Du Dich/Dein Unternehmen präsentieren? 
  • Welche Art der Unternehmensdarstellung macht neugierig und Lust das Unternehmen näher kennenzulernen? 
  • Wie nimmt die Zielgruppe die Informationen auf: technisch (Zahlenmenschen) oder visuell (Bildhaft)?
  • Möchte die Zielgruppe emotional oder rational angesprochen werden? 
  • Verwendest Du besser Fachwörter oder eine einfach Sprache? 
  • Spricht Deine Zielgruppe lange oder kurze Texte an? 

Je mehr Gedanken man sich zur Zielgruppe und der Positionierung eines Unternehmens oder einer Marke Gedanken macht, desto besser erreicht die Werbung die angestrebten Ziele.